PART 3

Mitarbeiter-Ausflüge

Zu den unbestrittenen Höhepunkten gehörten sicher auch die beiden Jubiläums-Ausflüge ins Piemont und München.

Ins 3-tägige Piemont-Abenteuer anlässlich des 15-Jahres-Juiläum ging es mit einer Tante Ju, da unser damaliger «Buchhalter» in seiner Freizeit auch noch als Pilot für die Classic Air arbeitete. Um das Risiko beim Flug mit dieser alten Kiste zu minimieren, flog die eine Hälfte der Belegschaft mit der Tante Ju ins Piemont, während die andere Hälfte mit dem Car reiste. Beim Heimfahren war es dann genau umgekehrt. Laut Augenzeugenberichten ein einmaliges Erlebnis… bei strahlend blauem Himmel waren die Berge offenbar fast zum Greifen nah. (ich liess mir nachher sagen dass die alten Kisten generell mit der Höhenluft Mühe haben und sich richtig über den Gotthard quälen müssen) Da ich zu der Zeit unter extremer Flugangst gelitten habe (diese ist mit zunehmenden Alter und der mit Sicherheit nichts im Leben ausgelassen zu haben völlig verloren gegangen =D) habe ich mein Rückflug-Ticket verschenkt und bin als einziger beide Strecken mit dem Bus gefahren. War wirklich sehr entspannend und ich glaube ich würde auch heute (trotzdem ich keine Flugangst mehr habe) nicht freiwillig in eine dieser uralten Blechkisten steigen. Ansonsten habe ich (und alle anderen) wohl noch selten in 3 Tagen so viele ausgiebige Schlemmer-Mittag- und Nachtessen, so viele Weine und Grappas verbunden mit praktisch keinerlei physischer Aktivität erlebt.

Auch der München-Ausflug war in vielerlei Sicht unvergesslich. Conny, unsere ehemalige Marketingleiterin, hat deswegen sogar extra ihre Weltreise kurz unterbrochen und ist von Asien (allerdings aufgrund von damaligen Unruhen in Thailand mit ziemlichen Schwierigkeiten) zu uns geflogen.

Techniker-Festli

Die Aussage, dass die in den Anfangsjahren legendären Techniker-Festli ihr Budget jeweils ausreizten ist wohl ein bisschen untertrieben. Korrekterweise müsste man sagen «meist massiv» überschritten. Dank Giovi und ein bisschen Kreativität war das aber kein Problem. Früher als wir nur ein Handvoll Techniker waren, hat alles auf dem Hoger bei Roli Bühler’s Hof stattgefunden. Später bei steigender Mitarbeiterzahl wurde auch schon mal auf einem Schloss gefeiert mit den Blattman’s als musikalische Gäste, oder hier im Enterprise zum Thema Flower-Power mit meiner damaligen Band als musikalische Untermalung… wie sagt man so schön Söihäfeli – Söideckeli… nein der Auftritt war natürlich gratis =D… böse Zungen behaupten bis heute, dass das auch dem gebotenen entsprochen habe… ) 

Comparex erklärt den IT-Krieg

Über diese Geschichte könnte man tatsächlich ein ganzes Buch schreiben (der Staatsanwalt hat das auch wirklich gemacht und weit über 100 Bundesordner gefüllt), aber der 10. April 2010, an welchem fast sämtliche 200 Mitarbeiter der Comparex gekündigt haben, ist wohl für alle die den Tag erlebten, für immer unvergesslich geblieben… und die folgenden Wochen und Monate sicher auch. 

Die Zeitungen waren wochenlang voll, und Österreich erklärte sogar der Schweiz den Krieg… 

Nachdem ich Mitte September 2010, als letzter Mohikaner der ehemaligen Comparex, endlich auch wechseln durfte, konnte ich eine weitere (von schon vielen) unglaubliche Episode, abhacken…. oder eigentlich doch nicht ganz, dauerten doch die juristischen Nachwehen schlussendlich über 10 Jahre bis zum nun hoffentlich und wahrscheinlichen Abschluss in diesem Sommer/Herbst.

Ein letzter Blick damals auf mein (zwangsweise ;-)) geräumtes Büro, welches über 10 Jahre mein berufliches Zuhause war…

PC-WARE Summit’s

Zu meinen persönlichen Highlights gehören sicher auch die verschiedenen PC-Ware Summits in Deutschland und ganz Europa. Jede dieser Veranstaltungen war ein unvergessliches Erlebnis, mit vielen tollen Geschichten und es war eine ganz neue, spannende Erfahrung Teil einer internationalen Firma zu sein.

Besonders geblieben ist mir die Geschichte von unserem allerersten PC-Ware Summit als die ganze Bison Systems nach Leipzig als brandneues Mitglied der PC-Ware eingeladen worden war. Nachdem sich während der Stadtführung durch Leipzig am Nachmittag, ein grosser Teil der Techniker in eine sonnige Altstadt-Gartenbeiz verabschiedet hatten, war Kari Hoppler sehr besorgt (weil er natürlich wusste, dass das Techniker-Team ziemlich festfreudig war), dass der Gala-Abend ein schlechtes Ende nehmen könnte. Als dann der beste Tisch gleich neben den Members of the Board durch einen grossen Teil der Nachmittags-Aperöler belegt wurde, spürte auch ich eine gewisse Nervosität. Im Nachhinein betrachtet völlig unbegründet… die Techniker waren ziemlich gesittet und ruhig. Selbst wenn es nicht so gewesen wären, hätte es niemand bemerkt, da die Holländer schon beim Eintreffen in der Lokation voll in Oranje-Partystimmung waren und im Laufe des Abends so auffällig und laut waren, dass wir Schweizer für einmal einen einigermassen seriösen Eindruck hinterliessen. =D

Bucket-List…. einmal im Leben Jass-König werden

Auf der Bucket-List von vielen Mitarbeitern gehörte schon immer, einmal im Leben das legendäre Jass Turnier zu gewinnen. Bei einem Jass-Gott wie «Göpf» Martin Hofstetter kein einfaches Unterfangen, aber schlussendlich hat es dann doch noch geklappt…. 

J0J0