PART 2

Mitarbeiter-Info-Veranstaltung ausser Rand und Band

Die Mitarbeiter-Info-Veranstaltungen, welche fast immer an aussergewöhnlichen Orten stattfanden, waren neben den Vorträgen und Beiträgen aus allen Bereichen, gleichzeitig auch grossartige Anlässe, um in den 2 Tagen den Zusammenhalt und den Spirit zu festigen. Eine dieser Veranstaltungen, die Mitarbeiter-Info auf dem Säntis/Appenzell wurde aber besonders legendär...

Leider habe ich von der ganzen Veranstaltung nur dieses eine Foto von der Nachmittags-Pause auf dem Säntis, wo ein GL-Kollege (dank guter Beziehung zu einem Militär-Piloten) organisierte, dass 2 Militär-Flugzeuge (Mirage?) genau während der Pause über den Säntis donnerten und ein paar Erinnerungsfotos von uns schossen. Von später gibt es leider keine Fotos mehr (Handys waren noch nicht mit Kameras ausgestattet =D), aber die folgende Geschichte:

Nach Vorträgen auf dem Säntis, Apero-Bodensee-Schifffahrt und gediegenem Nachtessen irgendwo im Appenzell kamen die beiden Reisebusse so gegen 22:00 in unserem Hotel an. Am anderen Morgen um 08:00 sollte es mit einem Vortrag unseres damaligen VR-Präsidenten Werner Beyer weitergehen. Vorerst hatten aber alle noch Lust auf eine Schlummerbecher…. Dieser vermeintliche Schlummerbecher wurde dann unerwartet zu einem Abend unter dem Motto «Say Yes To Another Excess»…. 

Nachdem zuerst in der Hotelbar nur 1 Barkeeper gemütlich arbeitete, wurde die Bar von den durstigen Agro-Data-Mitarbeitern komplett überrannt. Schlussendlich waren 3 Personen hinter der Theke nonstop am Bier, Wein, Schampus und Drinks in allen Farben und Mischungen ausschenken. Es entwickelte sich sehr schnell zur wildesten Party in der Geschichte der Agro-Data. Als CEO Karl Hoppler sagte, dass spätestens um 1:00 alle im Bett sein müssen, weil unser damaliger VR-Präsident Werner Beyer am nächsten Morgen um 08:00 den ersten Vortrag halten sollte und er dadurch unter allen Umständen verhindern wollte, dass irgendwelche Alkohol-Leichen zu spät in den Vortrag trampten. Der Abend war aber bereits so ausser Rand und Band geraten, dass er und ich, nachdem alle aus der Bar gescheucht worden waren, vor dem Lift standen und als sich die Lift-Tür öffnete, sich ein Bild bot, welches ich nie mehr vergessen werde. Ein vollgepferchter (Pre-Corona-Zeit!) Lift und jeder hatte, wo und wie er irgendwie konnte, Flaschen unter den Armen, zwischen den Beinen, unter dem Kinn usw. Alle ausgerüstet, um endlos weiter zu feiern. Die ganze Nacht ging dann auch in gewissen Zimmern die Party weiter, nur unterbrochen von zeitweiligen Beschaffungstouren in anderen Zimmern, wo jeweils die örtliche Minibar geplündert wurde. Am anderen Morgen waren zwar die meisten pünktlich um 08:00 im Konferenz-Saal, aber die Luft dort drin war so übel, dass die meisten kreideweiss, mit blutunterlaufenen Augen und leerem Blick in ihren Stühlen sassen/hingen. Um was es genau im Vortrag gegangen ist, kann ich (wie wohl die meisten Anwesenden) beim besten Willen nicht mehr sagen. 

Das böse Erwachen kam dann für viele beim Auschecken, als ihnen die Mini-Bar-Rechnung präsentiert wurde. 3 Wochen später wurde unserem damaligen Buchhalter (man verzeihe mir diese Bezeichnung, aber als Old-School-Mitarbeiter sind für mich alle, welche in der Zahlen-Abteilung arbeiten Buchhalter, obwohl ich mehr als einmal mit bösem Blick zu hören bekam, er sei «imfau» kein Buchhalter sondern CFO… aber das wäre wieder eine andere Geschichte… =D) die Getränkerechnung der Hotelbar zugeschickt. Nun war er es, welcher kreidebleich wurde und gleichzeitig wurde sein rötlicher Teint noch ein bisschen röter… die Rechnung betrug Fr. 14'000.- für die ca. 3 Stunden Flüssigkeitszufuhr. Unser Buchhalter konnte dann zwar nach lauten und emotionalen Diskussionen mit dem Hotel-Management den Preis auf Fr. 11'000.- senken, aber selbst das war noch ziemlich rekordverdächtig.

Das es auch gesitterte Veranstaltungen gab zeigt dieses Info-Veranstaltungs-Bild aus der Westschweiz mit einer Inneneinrichtung welche wohl selbst die englische Queen als «very amused» bezeichnet hätte.

WTF….

Definitiv ein ganz düsteres Kapitel in meiner Geschichte…  Die ganze, jahrelange Geschmacksverstauchung in Sachen Krawatten wurde mir erst jetzt bei der Durchsicht der alten Fotos bewusst… Wieso hat die ganze Welt geschwiegen bei diesen Fehlgriffen…. In all den Jahren nie eine Kritik…. nicht mal ein fieses Lachen…. vielleicht weil die 80er und 90er Jahre kleidungstechnisch sowieso ein bisschen komisch waren… ; )

Und als ich dachte, schlimmer geht es nimmer, fand ich noch ein Foto mit diesen Cord-Hosen in welche in regenbogenfarben schimmerten…

Vielleicht führte das obig gezeigte dann auch zur Idee, irgendwann im Jahr 2012 für alle Kader-Mitarbeiter der Bison-Group einen Styling-Kurs anzubieten. Auch dieser ist unvergesslich, endete er doch mit einem Eklat, weil viele Teilnehmer die Art und Weise der Präsentation und der Zurschaustellung/Blossstellung einiger Kadermitarbeiter so daneben fanden, dass das Experiment nach einem Abend abgebrochen wurde. Das abgegebene Buch habe ich noch, muss aber gestehen, dass ich es unter einer dicken Staubschicht beim Aufräumen gefunden habe. Es ist noch ungelesen und ich kann es günstig an einen modebewussten Mitarbeiter abgeben!

Farborgie und sonstige Exzesse

Auch das nach meiner Idee gestaltete Werkstatt-Design beim Bezug unseres neuen Domizils im Wassergraben war «alles ausser gewöhnlich»…. mit pinkigem und hellblauem Farbkonzept und Graffitis an den Wänden (Crash, Novell… eine Zeit noch bevor Microsoft zu meinem Favoriten wurde…) und auch schön zu sehen die obligate Palme welche später zur «Welcome to the Jungle»-Werkstatt-Idee führte. Viele unvergessliche Werkstatt-Feste haben hier im Wassergraben stattgefunden und der Wutausbruch des betroffenen Mitarbeiters welcher eine Mortadella-Scheibe am Montagmorgen in seinem CD-Laufwerk fand, ist in neben der ausgesteckten Telefonanlage (damit P.S. aus P. besser schlafen konnte) welche am nächsten Morgen zu einer längeren «telefonischen Nichtereichbarkeit» führte, in die Geschichte eingegangen. 

Die Wassergrabenzeit war definitiv die wildeste Zeit in der Geschichte des Service-Teams und einige der wildesten Kerle (3 davon sind auf dem nächsten Foto zu sehen) aus dieser Zeit arbeiten immer noch in der Firma und gehören heute zu den ruhigsten und bravsten Mitarbeitern.  =D

Bucket-List…. einmal als Titelstory in einer Zeitschrift erscheinen

Im Jahre 2003 hatte ich das Privileg die Titelstory des Microsoft-Partner-Magazins zu schmücken, welches damals in einer Auflage von 7000 Exemplaren sowohl in Deutsch wie auch in Französisch erschienen ist. Neben einer gehörigen Portion Baupinselgefühl, gab es mir aber in der Zusammenarbeit mit Microsoft einen grossen Schub, war ich doch in der «Szene» nun überall bekannt und es war einiges leichter neue Kontakte zu knüpfen.

Eröffnung Enterprise mit BAND IT auf der «I Love You»-Tour 2000

Kaum zu glauben, aber diese Aufnahmen entstanden fast auf den Tag genau vor 20 Jahren

Im Vorfeld der Eröffnung des neuen Enterprise-Gebäudes hatte ich die Idee alle unsere Mitarbeiter anzufragen ob sie ein Instrument spielen und falls ja, ob sie Lust hätten am Mitarbeiter-Fest ein paar Songs live zu spielen. So ergab sich das Claudio Addario (Posaune), Urs Nyffenegger (Saxophon), Hebi Müller (Trompete), Dani Leiser (Bass-Gitarre), Yvar Schafer (Schlagzeug), Ruedi Blattmann (Lead-Sänger), Liz Herzog (Background-Sängerin), Priska Kaufmann (Background-Sängerin), Pius Steger (Hammond-Orgel), Marco Forghieri (Rhythmus-Gitarre) und ich (Lead-Gitarre) nach nur 5 Proben ein erstaunliches Set mit 4 Songs spielen konnten. Da gerade ein paar Tage vorher der «I Love You»-Virus ausgebrochen waren, entschieden wir uns die Tour ebenso zu nennen. Selbstverständlich fehlten auch 2 kräftige Security-Boys aus der Technik nicht, welche die beiden Treppenaufgängen bewachten um uns vor den fanatischen Fans zu schützten. Aber hört und seht selbst:

PART 3